Obere Extremität - Tumororthopaedie

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Obere Extremität

Operative Therapie > Tumorendoprothetik

Folgende Versorgungsmöglichkeiten sind an der oberen Extremität standardisiert möglich:

• Schultergelenksnaher Oberarm (proximaler Humerus)
• Ellenbogengelenksnaher Humerus (distaler Humerus)
• Ellenbogengelenksnahe Elle (proximale Ulna)
• Kompletter Oberarm (Kompletter Humerus)
• Oberarm zwischen den Gelenken (diaphysärer Humerus)

Nicht standardisiert (und damit vorerst noch experimentell) ist der Ersatz des Schulterblattes. Ob dieses einen funktionellen Gewinn gegenüber einer reinen Resektion bringt, ist in der Diskussion.

Schulterregion

Das Schultergelenk ist aufgrund seiner sehr großen Beweglichkeit ein Gelenk, das im wesentlichen durch die umgebenden Weichteile gehalten und geführt wird. Da diese ja in den allermeisten Fällen durch den Tumor betroffen sind und entfernt werden müssen, ist die Beweglichkeit nach der Operation oft schlecht. Ziel ist es, den Patienten zu ermöglichen, ihren Arm (Ellenbogen und Hand sind ja in der Regel voll beweglich) zum Essen und zur Körperpflege nach oben und nach unten hinten zu bewegen. Ist der Erhalt des Muskulus deltoideus mit seinem Nerven (N. axillaris) möglich, kann eine sogenannte inverse Prothese ein erhebliches Mehr an Beweglichkeit bringen.

Ellenbogenregion

Tumorprothesen des Ellenbogens sind eher selten notwendig. Auch hier ist die Weichteildeckung das große Problem und erfordert oft plastische Maßnahmen. Ziel ist eine Beweglichkeit von fast voller Streckung bis etwa 100° Beugung.

Diaphysenprothesen

Da keine Gelenke betroffen sind, ist eine relevante Funktionseinschränkung nicht zu erwarten. Die Prothesen sind im Gegensatz zur unteren Extremität naturgemäß weniger belastet. Da der Oberarmknochen aber sehr viel dünner (und kürzer) als der Oberschenkelknochen ist, können konstruktionstechnisch nur begrenzt dickere Schäfte verwandt werden.


23-jährige Patientin mit Osteosarkom des prox. Humerus. Resektion nach Chemotherapie. Tumorprothese des proximalen Humerus. damals noch Kunsstoffprothese. Tumorfrei 15 Jahre postoperativ. Funktion zufriedenstellend (siehe Bilder).

 
 
 

25-jährige Patientin mit Osteosarkom des proximalen Humerus. Tumorresektion und Tumorprothese. 6 Jahre postoperativ tumorfrei.

54-jähriger Patient mit einen metastasierenden Nierenzellkarzinom. Tumorresektion unter Erhalt des M. deltoideus. Inverse Tumorschulterprothese. Nahezu freie Funktion.

51-jährige Patientin mit einem Klarzellsarkom des diaphysären Humerus rechts. Diaphysäre Tumorprothese nach Resektion. Beweglichkeit frei.

25-jähriger Patient mit Klarzellchondrosarkom des proximalen Humerus rechts. Der Tumor ist im normalen Röntgen kaum zu sehen, im MRT, CT und PET-CT jedoch klar dargestellt. Resektion des oberen Oberarmanteils (prox. Humerus) mit dem Gelenkkopf und Rekonstruktion durch eine sogenannte "inverse" Tumorprothese. Sehr gute Funktion bereits 3 Monate postoperativ (siehe Video).

 

59-jährige Patientin mit einem undifferenzierten Sarkom des distalen Oberarmes links. Resektion, Implantation einer Tumorprothese des Ellenbogens und Strahlentherapie. Tumorfrei 2 Jahre postoperativ.

 
 
 
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