Osteoidosteom - Tumororthopaedie

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Osteoidosteom

Gutartige Tumoren > Knochenbildend

Das Osteoidosteom zählt mit 10% zu den häufigeren gutartigen Knochentumoren. Bei den zumeist jüngeren Patienten findet sich eine nidusartige Struktur mit typischem zellreichen, stark vaskularisiertem Gewebe, meist nicht größer als ein Zentimeter, umgeben von einer oft ausgedehnten Knochensklerose. Die Läsion ist schmerzhaft, da der Tumor Prostaglandine produziert. In vielen Fällen führt deshalb die Gabe eines nichtsteroidalen Antirheumatikums („Aspirin-Test“) zur Beschwerdelinderung. Ob es sich bei der Läsion um einen tatsächlichen Tumor handelt, bleibt unklar, da eine Ausheilung nach zum Teil mehrjährigem Verlauf spontan erfolgen kann. Die klassische Therapie ist die Resektion des manchmal schwierig zu findenden Nidus. Abgelöst wurde diese durch mittlerweile als Standard eingesetzte minimalinvasive Verfahren, bei denen typischerweise CT-gesteuert eine Thermoablation (Laser- oder Radiofrequenzablation) oder eine Ausbohrung mit/ ohne Alkoholapplikation erfolgt. Die Rezidivraten liegen bei entsprechender Technik unter zehn Prozent. Problematisch ist in einigen Fällen die Diagnose der Läsion, da bei gelenknaher Lage ausgedehnte reaktive Gelenkhautentzündungen den eigentlichen Herd sowohl klinisch wie auch radiologisch maskieren können.

Bone and Soft Tissue Tumors Abb. 1: Aus: Campanacci M., Bone and Soft Tissue Tumors, Springer-Verlag Wien-New York, 1990

Mit freundlicher Genehmigung durch Dr. Trumm, Institut für Radiologie, Klinikum der LMU

 
 
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