Primäre Lymphom des K. - Tumororthopaedie

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Primäre Lymphom des K.

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Das primäre Lymphom des Knochens

Das primär maligne Knochenlymphom ist selten. In vielen fällen ist die Diagnose aufgrund der unspezifischen Klinik und radiologischen Befunde verzögert. In einer eigenen Arbeit haben wir einmal die typischen radiologischen Aspekte und klinischen Verläufe unserer Patienten dargestellt. 36 Patienten, die operativ behandelt wurden, wurden dabei in die Studie aufgenommen. 17 zeigten eine isolierte Läsion eines Non-Hodgkin’s Lymphom (NHL) des Knochens, entsprechend als primäres Knochenlymphom zu klassifiuzieren. In 13 Fällen lag eine disseminierte Erkrankung vor. 6 Patienten litten unter eine Morbus Hodgkin mit Knochenbeteiligung.
Die chirurgische Intervention wurde zur Diagnosestellung oder zur Behandlung von Komplikationen der Erkrankung notwendig.Die klassische Therapie, die Chemotherapie und Strahlentherapie, wurde entsprechend zusätzlich vorgenommen. Das Durchschnittsalter der Patienten betrug 57 Jahre. In 33 Fällen war das Hauptsymptom der Schmerz, im Durchschnitt über 8 Monate gehend. In den Fällen einer sekundären Knochenbeteiligung kam es zu dieser im Schnitt 57 Monate nach der Diagnose. Osteolysen lagen in 58% der Fälle vor. Ein weichteiltumor fand sich bei 71% der Patienten und war dann ein typisches Merkmal der Erkrankung. Das 5-Jahres-Überleben lag bei 61% (PLB 80%, dNHL 73%, HD 40%). Eine multiple Knochenbeteiligung war dabei ein besonders ungünstiges prognostisches Kriterium. Ebenso war eine extraossäre Beteiligung ungünstig zu werten. Alter, Lokalisation oder Subtyp wirkten sich in dieser kleinen Gruppe nicht aus.
Zusammengefasst ist die Knochenbeteiligung eher eine Spätkomplikation der Erkrankung. Die Klinik ist unspezifisch und die Erkrankung wird oft lange nicht diagnostiziert. Eines der radiologischen Hauptkriterien ist ein großer Weichteilanteil, der den Knochen diaphysär zirkulär umgibt. Und diesen oft wenig destruiert. Sieht man dieses Bild, sozusagen das „Ewing-Sarkom des Erwachsenen“ ist die Diagnose oft sofort möglich.
Die Behandlung ist meist konservative, die klassische Chemotherapie oder ggf. Strahlentherapie adaptiert an Typ und Stadium der Erkrankung. Die Prognose insgesamt ist eher günstig, verglichen mit anderen Knochentumoren.

 
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