Stabilisierung dorsal - Tumororthopaedie

Suchen
Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Stabilisierung dorsal

Operative Therapie > Wirbelsäuleneingriffe

Der Zugang zur Wirbelsäule von hinten (dorsal) ist der unkomplizierteste und für die meisten Eingriffe an der Wirbelsäule günstigste Operationsweg. Eine Ausnahme hiervon ist lediglich die Halswirbelsäule. Von hinten können Schrauben in die Pedikel und Wirbelkörper eingebracht, durch Verbindung mit Stäben eine stabile Instrumentation, teilweise sogar minimalinvasiv, geschaffen werden. Durch Entfernung des Wirbelbogens und der im Spinalkanal liegenden Tumoranteile läßt sich eine Dekompression (Entlastung) des Rückenmarkes bzw. des Duralsackes schaffen. Nachteilig ist der fehlende Zugang zu den ventralen Anteilen der Wirbel (Wirbelkörper). Ist dies notwendig, muß unter Umständen zusätzlich von vorne oder durch einen erweiterten Zugang von schräg hinten vorgegangen werden.

Standardmäßig werden von diesem Zugang die typischen Instrumentationen zur Stabilisierung der Wirbelsäule durchgeführt. Typischerweise werden dabei Titanschrauben unter Durchleuchtungskontrolle in 2 Ebenen in die Wirbelkörper eingebracht und diese mit Titanstäben fest verbunden. Das somit überbrückte Wirbelsäulensegment ist nicht mehr belastet und nimmt auch nicht mehr an der Bewegung der Wirbelsäule teil. Der Bewegungsverlust ist in der Regel jedoch sehr gering, da das schmerzhafte tumorbetroffene Bewegungssegment auch schon vorher durch die „verspannte“ Muskulatur geschützt und aus der Bewegung heraus genommen wurde. Da die Knochenqualität bei Tumorpatienten oft deutlich reduziert ist, werden häufig Schrauben in 2 über und unter den betroffenen Wirbel liegenden Wirbelkörpern eingebracht. Unter Umständen finden auch zementierte Schrauben Anwendung. Ist lediglich eine Stabilisierung ohne Dekompression des Spinalkanals notwendig, können die Implantate minimalinvasiv gesetzt werden.

Überbrückung eines den Spinalkanal komprimierenden tumordestruierten BWK 5 durch ein Schrauben-Stab-System aus Titan.

 
 

Auch hier erhebliche Einengung des Spinalkanales durch pathologische Fraktur des 5. Lenden- wirbelkörpers. Bei guter Knochenqualität Überbrückung nur über ein Segment. Zusätzlich Durchführung einer Dekompression (Laminektomie LWK 5).

Ausgedehnte Metastase bei einem Patienten mit Bronchialkarzinom und  entsprechender Einengung des Spinalkanales. Dekompression und dorsale Instrumentierung.

Massive Einengung des Spinalkanales durch pathologische Fraktur. Dekompression durch Laminektomie und Instrumentation 2 Etagen über und unter den zerstörten Wirbelkörper.

 
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü